Sozialpädadgogisch betreutes Wohnen (SBW)Sozialpädadgogisch betreutes Wohnen (SBW)

Sozialpädagogisch betreutes Wohnen (SBW)

Unsere sechs Trainingswohnungen bieten Platz für insgesamt 17 Jugendliche. Im Gegensatz zur stationären Wohngruppe im JUMA-Haus können in der SBW-Wohnform sowohl geflüchtete Minderjährige als auch deutsche Jugendliche aufgenommen werden.

Die Trainingswohnungen befinden sich in Tönisvorst (3 Plätze), Grefrath (3 Plätze), Kempen (2x 3 Plätze), Krefeld (3 Plätze) und Geldern (2 Plätze). Sie bieten den Jugendlichen Raum, um zunehmend auf eigenen Füßen zu stehen. Denn dort geben wir den Jugendlichen die Möglichkeit, sich in einem realitätsnahen Lebensumfeld zu erproben und Fähigkeiten zu entwickeln, die für eine weitere eigenständige Lebensführung nötig sind.

Generalprobe für ein selbstständiges Leben

In den Trainingswohnungen leben jeweils zwei bis drei Jugendliche ab 16 Jahren zusammen. Sie haben durch ihr Verhalten in einer vorangegangenen Betreuungsform Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zum Mitarbeiten gezeigt. Jedoch fehlt es ihnen noch in der emotionalen Entwicklung oder an praktischen Fähigkeiten, um in einer eigenen Wohnung ganz ohne Betreuung selbstständig zu leben. Eine Betreuung über die Volljährigkeit hinaus kann je nach Hilfebedarf und in Absprache mit den zuständigen Jugendämtern erfolgen.  

In den Trainingswohnungen bereiten wir die Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezielt auf eine selbstständige Lebensführung vor. Hierbei nutzen wir - wie im DRK JUMA-Haus - das DRK Trainingskarten-Konzept. Wir vermitteln und vertiefen die deutschen Sprache sowie Aspekte der allgemeinen Gesellschaftslehre (Normen, Werte, Rechte, Pflichten). Die Jugendlichen lernen, wie die hauswirtschaftliche Selbstversorgung funktioniert, und sie trainieren den sorgsamen Umgang mit ihren Finanzen. Wir unterstützen unsere Schützlinge dabei, ihre berufliche Orientierung zu schärfen und geben Hilfestellung für eine sinnvolle Freizeitgestaltung (z. B. Vereinssport).

Hohe Eigenmotivation

Für den Schritt in eine Trainingswohnung sind Freiwilligkeit und ein erhebliches Maß an Motivation seitens der Jugendlichen unerlässlich. In Absprache mit ihnen sowie mit Jugendämtern, Vormündern und Betreuern legen wir gemeinsame Ziele für den Prozess des Selbstständigwerdens fest. Wir erstellen gemeinsam Stufenpläne, um die gesteckten Ziele zu erreichen, und passen diese regelmäßig und abgestimmt mit den Jugendlichen auf ihren individuellen Bedarf an - bis die Ziele erreicht sind.

Hier erfahren Sie mehr über den Alltag in unseren Trainingswohnungen.